FAQ

Wie wird die Verpackung der Ammerländer Bio-Milch richtig entsorgt?

Alle bei Ammerländer derzeit im Markt eingesetzten Milchkartons sind Verbundstoff-Lösungen. Denn jede Verpackung enthält neben den Kartonmaterial, welches durchschnittlich 75% des Milchkartons ausmacht, eine sehr dünne PE-Schicht auf der Innen- und Außenseite. Diese Schicht sorgt dafür, dass die Verpackung flüssigkeitsdicht ist und Verhindert das Aufweichen des Kartons. Dies gilt auch für die neue „Natural Board“ Verpackung. Im Gegensatz zu dem Standard Karton verzichten wir ganz bewusst auf die Weiss-Beschichtung und ersetzen wir alle fossilbasierten Kunststoffe (im Verschluss und Kartonbarriere) durch Kunststoffe basierend auf nachwachsenden Rohstoffen.

Die ressourcensparende Herstellung und der neue Look unserer Verpackung sind jedoch für die Entsorgung nicht von Bedeutung. Hier kommt es vielmehr darauf an, möglichst sortenreine Stoffströme zu erreichen: alle Stoffe sollen möglichst klar getrennt werden, damit es nicht zu Störungen der Recyclingströme kommt. Deshalb gehört lediglich Karton und Papier ins Altpapier.

Verbundstoffe wie der Getränkekarton werden über den gelben Sack/die gelbe Tonne entsorgt. Die Kartons werden in der Sortieranlage als eigene Sortierfraktion per Infrarotscanner erkannt, von den übrigen Wertstoffen getrennt und gelangen dann für die Wiederverwertung in Recyclinganlagen. Für das Papierrecycling sind die langen und reißfesten Zellulosefasern unserer Getränkekartons bestens geeignet. Aufgrund der hohen Qualität können diese bis zu 6-mal recycelt werden. Aus dem gebrauchten Getränkekarton entstehen so z. B. neue Verpackungen für Pizza, Eier- oder Schuhkartons.

Welchen Stellenwert haben die Themen „Tierwohl“ und „Nachhaltigkeit“ bei der Molkerei Ammerland?

Tierwohl und Nachhaltigkeit haben in der Philosophie der Molkerei Ammerland einen traditionell hohen Stellenwert. Ausnahmslos alle Betriebe, die ihre Milch an uns liefern, gleichgültig ob aus Weidehaltung, Laufstallhaltung oder Anbindehaltung, sind zur Erfüllung und konsequenten Einhaltung der Bedingungen von QM Milch (Qualitätsmanagement Milch) verpflichtet. Regelmäßige Überprüfungen sichern dabei höchste Hygiene-Standards bei der Milchgewinnung, eine akkurate Dokumentation von Umwelt- und Veterinärauflagen, den Qualitätsnachweis aller verwendeten Futtermittel und, nicht zuletzt, die strikte Einhaltung der Tierhaltungsverordnung.

Gibt es einen einheitlichen Milchpreis für die Erzeuger?

Alle Milcherzeuger, die ihre Milch an die Molkerei Ammerland liefern, erhalten den gleichen Milchpreis. Weder zahlen wir Zuschläge für große Betriebe, noch zahlen wir unterschiedliche Preise für Milch aus unterschiedlicher Haltungsform. Dabei ist wichtig festzuhalten, dass diese Auszahlungsprinzipien von den Mitgliedern unserer Genossenschaft, also den Landwirten, selbst beschlossen ist und gemeinsam getragen wird.

Was ist das Genossenschaftsprinzip der Molkerei Ammerland?

Beim Kauf aller Ammerländer Produkte unterstützen Sie unsere regionalen Milchbauern und somit den Erhalt landwirtschaftlicher Familienbetriebe. Die Molkerei Ammerland ist eine Genossenschaft, das heißt, dass sie ihren Mitgliedern gehört. Die Gründung 1885 stand im Zeichen der Nachhaltigkeit. Es ging um Solidarität und Unabhängigkeit, einen Zusammenschluss von Landwirten kleiner landwirtschaftlicher Betriebe, die sich vorgenommen hatten, gemeinsam Ideen, Aktivitäten und Ziele zu verwirklichen. Ein Zusammenhalt von Gleichgestellten, die mit ihrem Einsatz gemeinsame Werte schaffen wollten. Diese ökonomische und soziale Nachhaltigkeit mit dem Ziel, die Höfe der Mitglieder zu erhalten und zu fördern, bildet damals wie heute das Fundament der Molkerei Ammerland eG.

Wie viele Lieferanten beteiligen sich derzeit am Weidemilchprogramm?

Derzeit beteiligen sich über Tausend Milcherzeuger am Weidemilchprogramm der Molkerei Ammerland. Die Produktion der von uns vermarkteten Weidemilch erfolgt dabei nach klar festgelegten und vom Landwirt zu dokumentierenden Standards: Mindestens 120 Tage pro Jahr müssen Weidemilchkühe mindestens für sechs Stunden am Tag Weidegang und damit die Möglichkeit zur Aufnahme von frischem Gras haben. Milch aus dieser Produktion wird separat erfasst und verarbeitet und als Weidemilch, im Handel angeboten. Eine Bewerbung mit den entsprechenden Begriffen ist deshalb ehrlich, transparent und für den Verbraucher nachvollziehbar.

Beim Kauf der Marke Ammerländer kommt der Erlös den Milchbauern vollständig zugute. Was bedeutet das genau?

Die Molkerei Ammerland ist eine Genossenschaftsmolkerei – das bedeutet, sie gehört den Milchbauern. Wir nehmen die gesamte, auf den Höfen erzeugte Milch auf, verarbeiten diese zu Milchprodukten und verkaufen sie. Als Genossenschaft sind wir dazu verpflichtet, den Ertrag aus dem Verkauf der Produkte abzüglich unserer Verarbeitungskosten an die Milchbauern auszuschütten. Da die Marke Ammerländer ebenso unseren Milchbauern gehört, kommt der Erlös aus dem Verkauf der Ammerländer Milch also direkt den Milchbauern zugute.

Warum gibt es Weidemilchprodukte auch im Winter?

Unsere Milchkühe bekommen auch außerhalb der Weidesaison Weidegras von eigenen Höfen in Form von Grassilage zu fressen. Zusätzlich füttern unsere Ammerländer Milchbauern das ganze Jahr über ein energie- und eiweißreiches Spezialfutter. So können wir auch im Winter unsere Weidemilchprodukte für Sie anbieten.